Werke – Auswahl

Die Entstehung des Werks erstreckt sich über die Jahre 2007 und 2010–2011. Zunächst als einsätziger Bläserquintettsatz (jetzt: Präludium) geplant, folgten – ebenfalls 2007 – die Sechs Bagetellen. Drei Jahre später (2010–2011) wurden die Fünf Interludien für je ein Soloinstrument, von denen ein jedes auch autarkes…
Stampfende Repetitionen des Tons E, durchzogen von virtuosen Linien, die weiteren Sätzen des Bläserquintetts – vornehmlich des Finales – entnommen sind, prägen das Interludium für Fagott Solo. In die Linienführung eingeflochten auch hier wieder mit einem Thema aus Weißer Schlaf ein Zitat eines gänzlichen…
Das Interludium entstand als vorletzter der zwölf Sätze des Bläserquintetts, und ist zugleich der unabhängigste, bezieht er sich motivisch und thematisch doch auf keinen der übrigen Sätze. Einer langsamen Einleitung – fast Debussy’schen Geist atmend – wird ein extrem schneller Abschnitt gegenübergestellt. Die einzelnen Motive werden stark…
Das Interludium für Horn Solo kann als ›kleines Finale‹ des Bläserquintetts (siehe Hinweis unten) aufgefasst werden; denn einerseits ist der Satz im Vergleich zu den sechs Bagatellen und den vier weiteren Solo-Interludien recht umfangreich, und ferner werden unglaublich zahlreiche musikalische Ideen der vorausgeschickten Sätze verarbeitet…
Virtuosität und höchster Schwierigkeitsgrad – nicht als Selbstzweck sondern musikalische Notwendigkeit. Auch das Interludium für Klarinette Solo verarbeitet zahlreiche musikalische Ideen des Bläserquintetts in kurz-prägnanter Weise. Übergeordnet vielleicht als Choralbearbeitung aufzufassen, werden neben der Choralmelodie »Ach wie flüchtig…
Beim vorliegenden Interludium für Oboe Solo handelt es sich um ein nervös-virtuoses Werk, das den Eingangsteil der 1. Bagatelle figurativ verarbeitet. Um Pausen und die Notwendigkeit des Interpreten, Atem zu schöpfen, scheint es zunächst nicht wissen zu wollen. Auch mit weiteren Sätzen des Bläserquintetts eng verbandet – wie sich in der…
Nach der überaus anstrengenden und langwierigen Arbeit am Konzert für Streichquartett SOLO zunächst als kurzes und schlichteres Werk für Flöte, Viola und Harfe – eine Besetzung die u. a. Debussy in einem seiner Spätwerke bemüht hat – geplant, wurde das Stück aus ›programmatischen‹ Gründen frühzeitig um eine Posaune und später um eine…
Der sich gleichsam als Oxymoron verstehende Titel des 2. Streichquartetts verdankt sich einer formalen Eigenart: Vier der fünf Sätze münden in eine für das Konzert charakteristische Solo-Kadenz (beim letzten Satz ist die Kadenz vorangestellt) für eins der Streichinstrumente, gleich so, als handle es sich um Kadenzen zweier Violin- und je eines…
Kompositionsbeitrag zum Chorbuch a tre (Hrsg.: Reiner Schuhenn, Winfried Bönig, Richard Mailänder, Walter Sengstschmid) Hinweise zur bearbeiteten Liedmelodie Ich steh an deiner Krippen hier aus Georg Christian Schemellis Musicalisches Gesang-Buch, erschienen 1736, ist eins der bekanntesten und beliebtesten Stücke des…
In dem Werk werden Texte unterschiedlicher Autoren zum Thema Nacht nebeneinander gestellt. Zusammengehalten wird die durch Stilpluralismus (romantisches Gedicht in klassischer Sonett-Form versus expressionistischen Reihungsstil mit syntaktischer wie semantischer scheinbarer Zusammenhangslosigkeit) gekennzeichnete Textauswahl nicht nur…
Der erste Satz, Kaskade, umfasst nur 19 Takte. Nach einem Sturz der 1. Violine in die Tiefe, singt diese improvisatorisch über rasant gebrochenen Mehrfachgriffen der übrigen Streicher. ›Binnenmotivik‹ ergibt sich durch einzelne Tonänderungen von Violine II und Viola. Der Satz endet mit der einleitenden Kaskade. Das Scherzo hebt…
Flirrende Streichertremoli aus dem Nichts in höchster Lage. Drei Hexen treten auf. Bei stetiger Zunahme von Dynamik, Ambitus und Dissonanzgrad wird der Plan geschmiedet, die Brücke über den Firth of Tay einzureißen, während der Zug von Burtisland kommend diese passiert. Es kommt zum Hexentanz. Das zweite Bild ist Warten. Tiefe Holzbläser. Akkord-…
Freitonale Sätze zu Weihnachtsmelodien, Folgeprojekt zum Advents-Zyklus Er kÖmmt. Auch diese Sätze entstanden auf Anregung für die Praxis mit Laienchören. Die Sätze sind von mittlerem Schwierigkeitsgrad.
Bearbeitung ausgewählter Lieder von Johannes Brahms für Sopran, Solo-Harfe und Orchester
Bearbeitung der Moments Musicaux von Franz Schubert für Nonett
Er kÖmmt ist eine Sammlung adventlicher Liedsätze. Die Stilistik ist freitonal mit modalen und tonalen Bezügen. Trotz der dissonanten Setzweise ist der Ausdruck der Stücke weich, getragen, ehrfürchtig erwartend. Die Harmonik wird rein aus der Linienführung geboren. Die Sätze sind von mittlerem Schwierigkeitsgrad und für fortgeschrittene Laienchöre…
Die Missa da pacem ist ein zyklisch angelegtes Werk und vereint ausladende spätromantische Harmonik mit klassischer Vokalpolyphonie. Als einziges ›romantisches‹ Werk nimmt die Messe eine Sonderstellung in Schönewolfs Œuvre ein. Das Kyrie hebt an mit einer melodischen Keimzelle, die quasi als Idée fixe für das gesamte Werk…