Das Interludium für Horn Solo kann als ›kleines Finale‹ des Bläserquintetts (siehe Hinweis unten) aufgefasst werden; denn einerseits ist der Satz im Vergleich zu den sechs Bagatellen und den vier weiteren Solo-Interludien recht umfangreich, und ferner werden unglaublich zahlreiche musikalische Ideen der vorausgeschickten Sätze verarbeitet. Schließlich geht der Satz – sofern das Stück als Bestandteil des Zyklus aufgeführt wird – attacca in das tatsächliche Finale über.
Auch dieses Solostück ist – zumindest unter anderem – als freie Bearbeitung des Chorals »Ach wie flüchtig, ach wie nichtig« von Michael Franck (1609–1667) aufzufassen, so dass sich der Solosatz für Klarinette, die Choral-Bagatelle und dieser Satz zu einem großen »Choral-Komplex« verbinden.
Bläserquintett
Das Interludium für Horn Solo ist Teil des umfangreichen Kammermusikwerks Bläserquintett in Zwölf Sätzen auf der einen Seite, auf der anderen autarkes Solostück. Wie die übrigen vier Interludien – sämtliche sind Solowerke für je eins der Instrumente des Bläserquintetts – entstand es jedoch knapp drei Jahre später als Präludium und Bagatellen, und ist als eigenständiges Opus veröffentlicht.