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Beitrag zum Chorbuch a tre

Kompositionsbeitrag zum Chorbuch a tre (Hrsg.: Reiner Schuhenn, Winfried Bönig, Richard Mailänder, Walter Sengstschmid)

Immer mehr Kirchenchöre klagen heute über einen Mangel an Männerstimmen. Dieser Situation trägt das von vielen Seiten erwartete Chorbuch a tre mit 160 dreistimmigen Sätzen für zwei Frauenstimmen uns eine Männerstimme (zum Teil mit Begleitung) Rechnung. […] Rund 50 Sätze sind eigens für dieses Chorbuch von namhaften Komponisten und Kirchenmusikern geschrieben worden. Kirchenchöre und Kantoren können sich damit auf einen aktuellen, umfassenden Sammelband dreistimmiger Chorsätze mit vielfältigen Anregungen für das Singen und Musizieren im Gottesdienst freuen.

Quelle: Carus-Verlag

 
 

Details

Komponiert

2007

Besetzung

Chor: Sopran, Alt, Männerstimme

Verlag

Carus Verlag, CV-Nr.: 2.120/00, ISMN: M-007-09439-3

Sätze

Ich steh an deiner Krippen hier

Presse & Info

Kritik Chorbuch a tre in Kirchenmusik im Erzbistum Köln

Koll, Michael, Kirchenmusik im Erzbistum Köln (June 2010, issue 1/2010)

Dreistimmige Sätze (SAM) für den Gottesdienst. 160 Chorsätze, davon 36 mit einer Instrumtalbegleitung. Das Spektrum reicht vom 17. Jhdt. bis zur Gegenwart, rd. 50 Stücke wurden extra für diese Edition kreiert.

Insgesamt finden sich rund 70 Stücke zum Kirchenjahr, 30 zur Eucharistiefeier, ein Anteil zu Tageslauf und Stundengebet, 16 Titel zu Lob und Dank, 13 zu Glaube und Vertrauen, 5 zu Tod und Vollendung. Der Rest zu Christus, Maria, Heiligen, Friede und Segen.

Und, als wollte man die evangelischen Schwestern und Brüder noch schnell ins Boot holen, am Ende sind da auch noch zwei Vertonungen von „Ein feste Burg ist unser Gott“.

Stilistisch ist Vielfalt das Programm, auch innerhalb der Epochen finden sich verschiedenste Formen. So bietet das Buch den Satz „Note gegen Note“ (jeder der vier Herausgeber hat hier mit „Pange, lingua“ eine Visitenkarte abgegeben), Kantionalsätze und umfangreichere Liedbearbeitungen, Werke mit Generalbass, fünf Sätze von Joseph Haydn, eine romantische a-cappella Messe von Johann Wenzel Kalliwoda (sehr empfehlenswert, siehe KiEK II/2008) Ordinariumssätze mit obligater Orgel aus der Romantik von Gruber und Salomé, Klassiker der Moderne wie Kodály und Distler, im guten Sinne Gebrauchsmusik von Hummel, Doppelbauer, Kropfreiter, Faulstich und Rohr (man hört schon, wie´s klingt…) und aus unserer Zeit von Brödel, Hoppe, Enjott Schneider, Sperling,…

Auch das NGL ist – sparsam – vertreten (im Katalog unverständlicherweise als „Sacropop“ geschmäht), ein Spiritual gibt´s und interessante größere Neuvertonungen, unter anderem zu Magnificat (diese Komposition des Kölner Domorganisten Winfried Bönig gefällt mir übrigens ausgesprochen gut!) und Te Deum. Wäre nur noch zu erwähnen ein „Kommet ihr Hirten“ von Otto Jägermeier. Den kennen Sie nicht? Ich kannte ihn bis vor kurzem auch nicht. Aber vielleicht klärt Sie jemand auf…

Sicher wird keiner bezweifeln, dass die derzeitige Entwicklung der Chorlandschaft, in der viele Chöre unter Männermangel leiden, einem solchen Chorbuch einen großen Markt verschaffen kann. Und genau dieses Problemfeld bedient das Chorbuch in genialer Weise: die allermeisten dieser Stücke klingen nicht nach „Notlösung“, sie sind echte dreistimmige Kompositionen, bei denen keine vierte Stimme fehlt. Dass diese Art zu schreiben anspruchsvoller sein kann als der vierstimmige Satz, dass wissen viele von uns noch aus dem Tonsatzunterricht. Aber auch der sonst vierstimmig singende Chor wird sich mit Gewinn und Freude dem einen oder anderen Stück aus dem „Chorbuch a tre“ widmen, zum einen wegen der oben beschriebenen Vielfalt und sicher auch, weil es einmal ausgewogener zugeht mit der Stimmverteilung.

Der Schwierigkeitsgrad ist im Durchschnitt „leicht bis mittelschwer“, wobei die Dreistimmigkeit auch beim Hören und Singen ihre eigenen Schwierigkeiten hat. Wie bei allen Carus-Chorbüchern üblich finden wir im Chorleiterband neben den „normalen“ Inhaltsverzeichnissen auch ein umfangreiches Stichwortverzeichnis und ein Verzeichnis der Bibeltexte. Das ist in der Praxis sehr hilfreich. Mir selbst bleibt bei einem guten neuen Chorbuch immer nur die Frage: kann ich mir noch ein weiteres Chorbuch in mein Notenarchiv auf der Orgelbühne legen? Aber vielleicht finde ich ja doch ein Plätzchen. Das Buch wäre es auf jeden Fall wert!

Kritik Chorbuch a tre –VdK

Verband Deutscher Konzertchöre

Mit einer neuen Sammlung für den Gottesdienstlichen Gebrauch kommt der Carus-Verlag Stuttgart dem größer gewordenen Bedarf nach geeignetem Repertoire für Chöre mit einer Männerstimmen entgegen. Die umfassende Sammlung mit 160 dreistimmigen Sätzen wird mit Sicherheit auch für Mitgliedschöre des Verbandes Deutscher KonzertChöre interessant sein, da

  1. die Zusammenstellung des Repertoires ökumenisch erfolgte,
  2. die Sammlung eine stilistische Bandbreite aus 5 Jahrhunderten abdeckt (einschließlich Gospel/Sacropop) und
  3. sich die meisten Sätze auch mit kleinerer Besetzung wirkungsvoll musizieren lassen.

Das Chorbuch a tre ist mehr als eine erneute Zusammenstellung von sattsam bekannten Chorliedern. Es enthält um die 50 Neukompositionen und bietet so die Möglichkeit, auch neues Repertoire sing- und hörbar zu machen.

Das Chorbuch a tre

  • berücksichtigt die aktuelle Chorsituation (wenige Männerstimmen),
  • enthält 160 dreistimmige Sätze für Kirchenjahr, Tagzeiten, Lob und Dank etc.,
  • bietet ein Repertoire vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart,
  • umfasst verschiedenste Stilrichtungen (einschließlich Gospel/Sacropop),
  • hat rund 50 Neukompositionen aufgenommen,
  • hat Verweise auf EG und GL integriert.

Kritik Chorbuch a tre – Diözese Regensburg

Dostal, Christian, Info Kirchenmusik. Kirchenmusikalische Informationen der Diözese Regensburg (issue 2010/1)

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Dieses Chorbuch ist die ideale Literatursammlung für Chöre, die wegen zu weniger Männerstimmen darauf angewiesen sind, dreistimmig, also mit zwei Frauen- und einer Männerstimme zu singen. Im »Chorbuch a tre« findet sich Literatur für das ganze Kirchenjahr: 160 Kompositionen aus fünf Jahrhunderten von der Renaissance bis zur Gegenwart, z. Teil in Form von Originalkompositionen, zum Teil als Bearbeitungen. Die Sammlung beinhaltet eigenständige Chorwerke sowie Liedsätze zum Gotteslob, die im Wechsel mit der Gemeinde gesungen werden können, da sie auch in der Tonart dem Gotteslob angeglichen sind. Die Bandbreite reicht von Ordinariumsgesängen über Liedsätze bis hin zu mehrstimmigen Modellen für den Antwortpsalm und den Ruf vor dem Evangelium. Auch für die Tagzeitenliturgie sind mehrstimmige Kompositionen enthalten. Das »Chorbuch a tre« fühlt sich sicherlich in allen Notenschränken wohl, auch in denen von größeren Chören, denn das nächste Requiem, bei dem werktags am Vormittag in kleinerer Besetzung gesungen werden muss, kommt bestimmt. Die Zeit, in denen kleinere Chöre vierstimmige Literatur unter Weglassung des Tenors (mit sehr unschönen klanglichen Auswirkungen) singen mussten, ist vorbei: Das »Chorbuch a tre« ist eine sehr empfehlenswerte Anschaffung und gerade für kleinere Chöre eine Fundgrube, um zu allen Anlässen geeignete und gut singbare Chorsätze parat zu haben.