Programm „Schwebungen“Boreas Quartett Bremen

 

Die LUFT ist das Thema dieses Programms: Luft, in Schwingung versetzt, erzeugt Klänge, Töne, Musik. Gerade bei den Blockflöten ist die Handhabung der Luft von größter Wichtigkeit: wie schnell, wie viel, wie kalt oder warm die Luft in die Flöte gelangt, hat Einfluss auf den Klang jedes einzelnen Tons.

Rund um die LUFT mit ihren Frühlingswinden, Wolkenformen, Mai-Melodien und Sommerklängen ist das neue Programm des Boreas Quartett Bremen gestrickt: die schwebenden Melodien der Bach’schen Contrapunctus aus der „Kunst der Fuge“, die schalkhaften Frühlingslieder von Ludwig Senfl und die luftigen Klänge der englischen Renaissancemusik stehen frischen, aufregenden Werken der Jetztzeit gegenüber: mit L’Arlecchino von P. Spätling und „Inherent Patterns“ von S. Thomas stehen wilde, sprechende, streitende und humorvolle Werke auf dem Programm.

Als Höhepunkt des Konzerts: „Schwebungen“ von Markus Schönewolf, dem Boreas Quartett Bremen gewidmet und mit großem Erfolg beim Summerwinds Festival 2016 uraufgeführt, zieht alle Register des Blockflötenklangs – mal schwebend hauchend, sehnsuchtsvoll, dann in schnellem Tanz dahinreitend, sturzbachartig in den schnellen Läufen, immer poetisch, erzählend, eine Geschichte vom Fliegen, Reisen, sich Verlieren und Finden.

Text: Boreas Quartett Bremen

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Boreas Quartett Bremen

Boreas – der Gott des Nordwindes – gab dem Blockflöten-Quartett seinen Namen.

Wind, Luft, Atemluft bringt die Instrumente zum Klingen, auf denen das Boreas Quartett Bremen Originalmusik für Blockflöte aus Renaissance und Moderne spielt.

Ein Konzert mit dem Boreas Quartett Bremen verspricht das Eintauchen in den reichen, satten Klang des Consorts – gegenübergestellt wird Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Quartett spielt auf einem Instrumentarium von über 40 Blockflöten verschiedener Bauart und Größe, darunter ein zwölfteiliges Renaissance-Consort und die für Neue Musik entwickelten Paetzold-Bassblockflöten. Jin-Ju Baek, Elisabeth Champollion, Julia Fritz und Luise Manske studierten an der Akademie für Alte Musik in Bremen in der Klasse von Han Tol (Diplome und Konzertexamen 2009 und 2011).

Das Quartett spielte u. a. beim MDR Musiksommer, dem Musikfest Bremen, den Tagen Alter Musik im Saarland, dem Studio für Neue Musik Siegen, Musica Viva Osnabrück, dem Festival Musica Antica Urbino (I), Concentus Moraviae (CZ), Barock Mürz (A), dem Life I Live Festival (NL) und dem Taiwan International Recorder Festival.

http://boreas-quartett.de

Pressefoto Boreas Quartett Bremen (© Barbara Frommann)

Wettbewerbe und Stipendien

Im Jahr 2012 gewann das Boreas Quartett Bremen den Förderpreis Alte Musik des Saarländischen Rundfunks und der Fritz-Neumeyer-Akademie in Saarbrücken sowie den Publikumspreis.

Beim 40. Deutschen Musikwettbewerb im April 2014 erreichte das Quartett die Finalrunde und erhielt ein Stipendium des Deutschen Musikrats verbunden mit der Teilnahme an der „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“.

Seit Januar 2014 erhält das Quartett ein Stipendium der Stiftung Laudate, Cantate (Bremen). Im Oktober 2013 nahmen das BQB und der Blockflötist Han Tol mit Radio Bremen und cpo eine CD mit allen fünfstimmigen „In Nomine“-Kompositionen von Christopher Tye auf – die CD erschien im Herbst 2015.

Aus der Presse

Als eine „lebende Orgel“ kündigte Professor Dr. h. c. Harald Vogel das preisgekrönte Boreas Quartett Bremen an. Die vier jungen Blockflötistinnen […] gaben in der St.-Bartholomäus-Kirche in Golzwarden auf Einladung der Arp-Schnitger-Gesellschaft ein Blockflötenkonzert der Extraklasse. […] Sie loteten die Klangmöglichkeiten der Instrumente bis in die Grenzbereiche aus, […] begeisterten mit ihrer lebendigen, großen Ausdruckskraft, mit überragender Technik, perfekter Intonation und unglaublicher Präzision im Zusammenspiel.

Kreiszeitung Wesermarsch, 20.05.2014

Bei Rucsandra Popescus „Au contraire“ […] wurden die Gegensätzlichkeiten ebenso gekonnt wie humorvoll auf die Spitze getrieben; da wetteiferten die durchdringenden Sopraninos mit den wuchtigen Klängen der riesigen Subbassflöte, da fügten sich die unterschiedlichen Timbres von Renaissanceflöten und modernen, aus Sperrholz gefertigten eckigen Klappeninstrumenten in reizvoller Melange zusammen. […] Und wie eine simple, aus lediglich sechs Tönen gebildete Tonleiterfolge durch virtuos gestaltetes harmonisches Beiwerk zu berauschender Klangfülle mutiert, das demonstrierte das optimal untereinander abgestimmte Quartett eindrucksvoll mit gemütvollen Werken von Robert Parsons und Jacques Brunel.

Weserkurier, 14.06.2014

Vortreffliches Zusammenspiel, perfekter Ansatz und stimmige Intonation. Zeigten Luise Manske, Elisabeth Champollion, Jin-Ju Baek und Julia Fritz bei den historischen Stücken ihre profunde Musikalität und klangsinnliche Meisterschaft, gelang ihnen bei drei zeitgenössischen Stücken auch noch der Beweis hoher Sportlichkeit und virtuoser Könnerschaft.

Saarbrücker Zeitung, 13.4.2013

Zum Programm „Temperaments in Music“

Das „Konzert“ mit dem Boreas Quartett Bremen sowie Leander Modersohn (Rezitation) und Hanna Wieters (Licht) […]. Konzert in Anführungszeichen deshalb, weil es sich eigentlich um eine Art Performance handelte, bei der Musik, Texte, optische Selbstpräsentation der Künstler und Lichteffekte Hand in Hand gingen und zu einem großen Ganzen verschmolzen […]. „Fade Control“ (1990) von Fulvio Caldini – ein bemerkenswertes Stück Musik, sicherlich einer der Höhepunkte des Abends, den bestens aufeinander eingespielte Blockflötistinnen gestalteten, die mit hervorragendem Ensembleklang gefielen und deren vielfältiges Instrumentarium vom Sopranino bis zur Subkontrabass-Flöte für zusätzliches Aufmerken sorgte.

Siegener Zeitung, 20.1.2012

   Hier wohltuend sanfte, dort staunenswert virtuos bewegte Musik, perfekt im Zusammenspiel, beseelt im musikalischen Ausdruck. \[…\] Ein purer Genuss.
Göttinger Tageblatt, 29.11.2010

Schwebungen für Blockflötenquartett, Blockflöte, Blockflötenquartett, Quartett, Kammermusik