I Quattro TemperamentiConcerto für Blockflöte und Barockensemble

Ein neues Konzert für die Blockflöte und Barockorchester wirkt anachronistisch, wie aus der Zeit gefallen; doch atmet das vorliegende Werk den Geist eines jungen Musikwerks wie auch an die Barockzeit gemahnende Spiel- und Lebensfreude. Der Titel des viersätzigen Werks, I Quattro Temperamenti, nimmt Bezug auf die Temperamentenlehre. Diese fußt auf der antiken Vier-Elemente-Lehre sowie auf jeder der vier Säfte, der sogenannten Humoralpathologie, deren Entwicklung Hippokrates zugeschrieben wird.

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GlockenblumengesängeFür Viola und Harfe

Das umfangreiche Kammermusikwerk ist geradezu ein Bravourstück für die Viola und die Harfe. Virtuose und lyrische Passagen, prächtige ‚Klangwolken‘, schwebende und glockenartige Klänge wechseln einander ab. Zwei Gedichte von Hartmut Oliver Horst, in den Klangteppich eingebettet, werden rezitiert, ein Lied der Hildegard von Bingen in einem Variationszyklus verarbeitet. Ursprünglich für die Campanula komponiert, erwächst das dicht gewirkte Motivgeflecht der musikalischen Signatur des Instruments und der Blüte.

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SäulenSonate für Große Orgel

Säulen ist eine umfangreiche Orgelsonate in drei Sätzen. Der Kopfsatz nimmt ein Thema von Schönewolfs Sonate für Violine solo, Caritas abundat, auf, formt dieses zu einem raumgreifenden Thema im Pedal um und führt es als Passacaglia, dann als Fuge durch. Trotz der ‚intellektuellen Strenge’ kontrapunktischer Techniken ist die Klangsprache poetisch – ruhige, sprechende Passagen wechseln mit gewaltigen polyharmonischen Klangballungen, die den Satz auch bei größter Dynamik beschließen.

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De ProfundisDer 130. Psalm für Sprechchor, gemischten Chor und Orgel

Der 130. Psalm (Vulgata: 129. Psalm) gehört zu den sechs Bußpsalmen und ist vielfach in Töne gesetzt worden. Das vorliegende Werk beginnt mit einem lauten, exaltierten Klang der Orgel, um mit diesem Klang in die Tiefe abzustürzen. Aus der Tiefe rufen die Bässe des Chores und ruft – im Sinne des Wortes – der Sprechchor.

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Caritas abundatLiedsonate für Violine solo

Eine Solo-Sonate für die Violine steht zwingend in der Tradition der gigantischen Werke Johann Sebastian Bachs für diese Besetzung, und so ist auch die vorliegende umfangreiche Sonate, Caritas abundat, äußerst polyphon gearbeitet und stellt technisch wie musikalisch hohe Anforderungen an den Interpreten. Der Untertitel Liedsonate deutet auf drei Lieder hin, die den einzelnen Sätzen zugrunde liegen, ein mittelalterlicher Gesang, ein Choral und ein Volkslied.

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Suite für Flöte solo

Die Suite für Flöte solo ist eine Sammlung von Tänzen mit einem vorangestellten umfangreichen Kopfsatz. Hevel havalim repräsentiert eine Art umfangreiche Ouvertüre. Einer langsamen Einleitung wird ein schneller Abschnitt gegenübergestellt. In der Folge wird der Satz aus den in Einzelteile zerschnittenen Motiven ständig neu zusammengesetzt. Damit sind zahlreiche Tempowechsel und Brüche für den Satz charakteristisch.

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Lieder in BildernNaturoden in neun Liedern, zwei Betrachtungen und einer Verwünschung für Sopran und Harfe

Die Lieder in Bildern sind eine Ode an die Schönheit, Schönheit, wie sie sich in der Kunst, in der Ästhetik von Philosophie und Religion, in der Erhabenheit der Natur spiegelt. Der schwebend-ätherische Ton der Harfe verbindet sich mit dem reinen, hellen Klang der Sopranstimme, bringt Schönheit zum Resonieren, gießt Metaphern in konkret erlebbare Bilder und Düfte in Klang.

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Schwebungenfür Blockflöten- oder Saxophonquartett

Schwebungen ist ein Werk über das Fliegen, das Schweben und zieht alle klanglichen Register des Quartettspiels. Sehnsuchtsvoll, hauchend, mit Kranichen ziehend, in wilden Tänzen dahinreitend, gurrend, balzend, Flügel schlagend, herabstürzend in virtuosen Kaskaden. Akkordische Wolkenballungen, wie Watte-Drücken, darüber Kondensstreifen freier melodischer Linien. Doch auch Abschnitte strenger Polyphonie; horizontale und vertikale Kräfte formen eine Doppelpassacaglia, eine Seelenreise, einen Traum, oder fliehen einander in einer Doppelfuge frühlingshafter Winde und erzählen so – mehr poetisch inspiriert als programmatisch gedacht – eine Geschichte vom Fliegen, Reisen, sich Verlieren und Finden.

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Tierische VerwandlungenDüfte und Ahnungen von Synchronizität. Für Euphonium Solo

Der Auftrag, ein Solowerk für Euphonium zu schreiben, stellt gewisslich nicht vor kleine Schwierigkeiten; denn fehlen dem Instrument die Möglichkeiten der mehrstimmigen Spielweise wie – vordergründig – auch die Klangfarbe und Spiellage, die man gewöhnlich mit melodieführenden Instrumenten verbindet. Die beachtliche Tiefe, die das bautechnisch aufgrund seiner Mensur, der äußeren Form und der vorzugsweisen Spielweise mit Kesselmundstück mit der Tuba verwandte Instrument erreichen kann, scheint gegen das Euphonium als Soloinstrument zu sprechen.

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Bergische SuiteQuintett in Zwölf Sätzen für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

Die Entwicklung der Gesamtform erfolgte über zahlreiche Stationen: Zunächst als einsätziger Bläserquintettsatz (jetzt: Teile der Ouvertüre) geplant, folgten bald die Sechs Bagatellen. Drei Jahre später wurde das Werk um Fünf Interludien für je ein Soloinstrument erweitert, so dass nun ein komplexes zwölfsätziges Werk vorliegt, dessen Einzelsätze aufs engste miteinander verwandt sind.

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Weißer SchlafLieder für Sopran und Großes Orchester

In dem Werk werden Texte unterschiedlicher Autoren zum Thema Nacht nebeneinander gestellt. Zusammengehalten wird die durch Stilpluralismus (romantisches Gedicht in klassischer Sonett-Form versus expressionistischen Reihungsstil mit syntaktischer wie semantischer scheinbarer Zusammenhangslosigkeit) gekennzeichnete Textauswahl nicht nur durch das Sujet, sondern vielmehr durch ein faszinierend weitverzweigtes literarisches Motivgeflecht. Hierzu gehören z. B. das Motiv des Wassers, verschiedene Tiere, zahlreiche Farben, Atem bzw.

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Orgel- und Klaviersätze Gotteslob

Kompositionsbeiträge für Begleitpublikationen zum neuen Gotteslob, dem Gebet- und Gesangbuch der deutschsprachigen katholischen Bistümer. Christus ist erstanden Meine Seele ist stille in dir Du höchstes Licht, du ewger Schein Du König auf dem Kreuzesthron Dunkelheit bedeckt alle Völker Ecce homo Es flog ein Täublein weiße Es ist ein Wort ergangen Es mag sein, dass alles fällt Es ragt ein hehrer Königsthron

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Paso doblefür Fagott Solo

Stampfende Repetitionen des Tons E, durchzogen von virtuosen Linien weiterer Sätze der Bergischen Suite prägen den Tanz für Fagott Solo. In die Linienführung eingeflochten auch hier wieder mit einem Thema aus Weißer Schlaf ein Zitat eines gänzlichen außen stehenden Werks. Zweiter Ideenkomplex ist eine sanglich-wiegende Melodie mit aufwärts strebender Tendenz im 12/8-tel-Takt (= „Tempo II“).

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Modulsätze Gotteslob

Kompositionsbeiträge für Begleitpublikationen zum neuen Gotteslob, dem Gebet- und Gesangbuch der deutschsprachigen katholischen Bistümer. Die für mehrere Chöre und obligate Orgel vielstimmig besetzen Sätze sind modular gebaut und können in allen erdenklichen Kombinationen aufgeführt werden – vom Kinderchor alleine bis zur Kombination von fünf Chören mit Orgelbegleitung. Die Stimmen des Frauenchors sind virtuoser geführt und können von Soloinstrumenten übernommen werden.

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Motetten zum neuen Gotteslob

Kompositionsbeiträge für Begleitpublikationen zum neuen Gotteslob, dem Gebet- und Gesangbuch der deutschsprachigen katholischen Bistümer. O Jesu, all mein Leben bist du Herr, send herab uns deinen Sohn Wir, an Babels fremden Ufern. Choralmotetten-Passacaglia-Quodlibet Die Choralmotette Wir an Babels fremden Ufern ist auf CD erschienen.

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Othrysfür Horn (oder Euphonium) Solo

Othrys ist der Name eines Gebirges in Griechenland und Schauplatz der Titanenkämpfe der griechischen Mythologie. Der – lange nach dem Kompositionsvorgang gewählte – Titel spielt auf die wie Berggipfel anmutenden Naturtonreihen an, die der Interpret bei beibehaltener Ventilstellung zu spielen hat. Der Mittelteil des Stücks ist ein umfangreicher Trauermarsch. Dieser ist ebenfalls Bearbeitung der Franck’schen Choralmelodie „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“, so dass sich die Sätze 9 und 10 der Bergischen Suite mit diesem Satz zu einem großen ‚Choral-Komplex‘ verbinden.

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In Principiofür Flöte, Viola, Harfe, Posaune und Sopran

Als kurzes und schlichteres Werk für Flöte, Viola und Harfe – eine von Claude Debussy geprägte Kammermusikbesetzung – geplant, wurde In Principio aus programmatischen Gründen frühzeitig um eine Posaune und später um eine Sopranstimme erweitert und wuchs zu einem musikalisch, kontrapunktisch und metaphorisch komplexen Opus von schwebendem Klangcharakter an. Musikalisch nachgezeichnet werden der Weg von der Schöpfung bis zur Auflösung in die Unendlichkeit.

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Choralfür Klarinette Solo

Das vorliegende Werk ist eine Bearbeitung des Chorals „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ von Michael Franck (1609–1667). Die bekannte Melodie wird mit Passagen des Perpetuum Mobile, des Kaval, der Fughette und des Finales der Bergischen Suite verwoben und streift kurz einen Gedanken des Werks In Principio. Besonders setzt sich der vorliegende Satz mit Möglichkeiten der sogenannten künstlichen Polyphonie auseinander und ist auf bis zu drei Systemen notiert.

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Interludiumfür Oboe Solo

Beim Interludium für Oboe Solo handelt es sich um ein nervös-virtuoses Werk, das den Eingangsteil der 1. Bagatelle der Bergischen Suite figurativ verarbeitet. Von Pausen und der Notwendigkeit des Interpreten, Atem zu schöpfen, scheint es zunächst nicht wissen zu wollen. Auch mit weiteren Sätzen des Bläserquintetts eng verbunden – dies zeigt sich in der Schlussphase immer deutlicher – endet das Interludium mit Vorwegnahme eines Themas, das eigentlich erst mit der 3.

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Konzert für Streichquartett SOLOStreichquartett Nr. 2

Der sich gleichsam als Oxymoron verstehende Titel des 2. Streichquartetts verdankt sich einer formalen Eigenart: Vier der fünf Sätze münden in eine für das Konzert charakteristische Solo-Kadenz (beim letzten Satz ist die Kadenz vorangestellt) für eins der Streichinstrumente, gleich so, als handle es sich um Kadenzen zweier Violin- und je eines Viola- und Cello-Konzerts.

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Beitrag zum „Chorbuch a tre“

Das Chorbuch a tre ist eine aktuelle und umfassende Sammlung für das Musizieren im Gottesdienst in dreistimmigen Chorsätzen und beinhaltet 160 Sätze aus fünf Jahrhunderten. Die bearbeitete Liedmelodie Ich steh an deiner Krippen hier aus Georg Christian Schemellis Musicalisches Gesang-Buch erschienen 1736, ist eins der bekanntesten und beliebtesten Stücke des Gesangbuchs und gleichzeitig das einzige, für das Johann Sebastian Bach explizit als Verfasser von Melodie und Satz aufgeführt wird.

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KaskadeStreichquartett Nr. 1

Der erste Satz, Kaskade, umfasst nur 19 Takte. Nach einem Sturz der 1. Violine in die Tiefe, singt diese improvisatorisch über rasant gebrochenen Mehrfachgriffen der übrigen Streicher. ‚Binnenmotivik‘ ergibt sich durch einzelne Tonänderungen von Violine II und Viola. Der Satz endet mit der einleitenden Kaskade. Das Scherzo hebt an als schneller, wilder Tanz, der von einem burlesken Walzer abgelöst wird.

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Die Brück’ am TayBallade für drei Frauenstimmen und großes Orchester auf einen Text von Theodor Fontane

Flirrende Streichertremoli aus dem Nichts in höchster Lage. Drei Hexen treten auf. Bei stetiger Zunahme von Dynamik, Ambitus und Dissonanzgrad wird der Plan geschmiedet, die Brücke über den Firth of Tay einzureißen, während der Zug von Burtisland kommend diese passiert. Es kommt zum Hexentanz. Das zweite Bild ist Warten. Tiefe Holzbläser.

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Fröhlich soll mein Herze springenSechs weihnachtliche Gesänge für gemischten Chor a cappella

Freitonale Sätze zu Weihnachtsmelodien, Folgeprojekt zum Advents-Zyklus Er kÖmmt. Auch diese Sätze entstanden auf Anregung für die Praxis mit Laienchören. Die Sätze sind von mittlerem Schwierigkeitsgrad. Libretto I. Fröhlich soll mein Herze springen (Paul Gerhardt) 1. Fröhlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen.

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Er kömmtSieben Gesänge zum Advent für gemischten Chor a cappella

Er kömmt ist eine Sammlung adventlicher Liedsätze. Die Stilistik ist freitonal mit modalen und tonalen Bezügen. Trotz der dissonanten Setzweise ist der Ausdruck der Stücke weich, getragen, ehrfürchtig erwartend. Die Harmonik wird rein aus der Linienführung geboren. Die Sätze sind von mittlerem Schwierigkeitsgrad und für fortgeschrittene Laienchöre gut geeignet.

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Missa da pacemfür gemischten Chor a cappella

Die Missa da pacem ist ein zyklisch angelegtes Werk und vereint ausladende spätromantische Harmonik mit klassischer Vokalpolyphonie. Als einziges ‚romantisches‘ Werk nimmt die Messe eine Sonderstellung in Schönewolfs Œuvre ein. „Ein großer klangprächtiger Zyklus.“ Musica Sacra Das Kyrie hebt an mit einer melodischen Keimzelle, die quasi als Idée fixe für das gesamte Werk konstitutiv ist.

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