Glockenblumengesängefür Viola Campanula und Harfe

 

Das Werk ist aktuell in Arbeit.
Eine vollständige Werkeinführung folgt.

Die Viola Campanula ist ein neu entwickeltes Streichinstrument, dessen wunderschöne und charakteristische Form der Glockenblume ähnelt. Daher erhielt das von Helmut Bleffert entwickelte Instrument seinen Namen, der Glockenblume bedeutet.

Inspiriert wurde das Instrument u. a. durch die indische Sarangi. Neben der vier regulären in Quinten gestimmten Spielsaiten der Viola besitzt die Campanula zahlreiche Resonanzsaiten, die ihr einen sphärischen, vollen und unverwechselbaren Klang verleihen. Die Spielweise ist mit der der klassischen Viola identisch, und dies unterscheidet sie von der Viola d’amore, die mit ihren fünf bis sieben Spielsaiten eine völlig andere Spiel- und Grifftechnik verlangt.

Der erste Satz der Glockenblumengesänge, „An die Schwester“, ist eine Ode an die Campanula selbst, wie es der Begriff Schwester zum Ausdruck bringt. Kompositorisch veranschaulicht wird dies durch Verarbeitung der ‚musikalischen Tonsignatur‘ des Instruments.

 

Zu Beginn des vielschichtigen Satzes stellt sich das Instrument durch eben diese motivisch eingesetzte Tonsignatur selbst vor, die zu einem ‚Campanula-Thema‘ erwächst.

Glockenmotive und arpeggierte Akkorde der Harfe leiten zu einem schnell-virtuosem Teil über, der durch permanente Wechsel der Taktart und seinen motorischen Giocoso-Charakter geprägt ist, um in einen fast wie vom Jazz inspiriert klingenden Abschnitt zu münden.

Diesem folgt eine Solokadenz der Campanula, die von ausgewählt gesetzten Harfenakkorden getragen wird.

Der Kadenz entwächst erneut das Campanula-Thema, groß und klangprächtig mit ätherischen Harfenklängen gesetzt.

Die Schlussphase ist durch seine überaus charakteristischen und romantisch anmutenden Akkordfolgen gekennzeichnet, in die Campanula und Harfe gemeinsam alle den Satz prägenden Motive einflechten.